Das Projekt

Allgemein

Projektstandort

Rudolfsbahngürtel 2, 9020 Klagenfurt

https://goo.gl/maps/MBsttaeA9hC2

 

Projektstart und -ende

Projektstart: 1. 7. 2019

Projektende: 29. 2. 2020

 

Anreißer

Jugendliche trauern auf ihre individuelle Weise. Oft wenden sie sich an niemanden, um über ihre Trauer und ihre Gefühle wie Scham oder Schuld zu sprechen. Die E-Mail-Beratung ist gerade für diese jungen Menschen ein niederschwelliges Angebot.

Projektbeschreibung

Über die Homepage www.jugendtrauer.at wird seit August 2018 kostenlose E-Mail-Beratung für Jugendliche und junge Erwachsene in Trauer angeboten. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass dieses Angebot dann angenommen wird, wenn auf Sozialen Netzwerken dafür geworben wird. Daher möchten wir eine Online-Werbeoffensive starten. Die Crowdfunding-Campagne soll helfen, die Online-Werbeoffensive zu finanzieren. So kann auch weiterhin gewährleisten werden, dass dieses Angebot kostenlos bleibt.

Nachweis Projektabschluss

Unter Berücksichtigung der Datenschutzbestimmungen können folgende Nachweise erbracht werden:

Rechnungen der Online-Werbung
Screenshots der Online-Werbung
eine Statistik der E-Mail-Korrespondenz
eine Statistik der Wirkung der Online-Werbung
Abschlussbericht auf respekt.net

 

Details

Das Projekt

Trauernde Jugendliche

Jugendliche neigen dazu, ihre Trauer zu verstecken. Das hat ganz unterschiedliche Gründe: Sie wollen ihren trauernden Eltern keine Last sein. Oder sie schämen sich wegen ihrer Gefühle. Oder sie fühlen sich schuldig und wollen es sich und anderen nicht eingestehen.

Die Folge ist, dass Jugendliche wenig über ihre Trauer sprechen – weder mit ihren Eltern und Verwandten, noch mit ihren Freunden und Freundinnen oder mit Beratern. Sie ziehen sich zurück und können Verhaltensweisen annehmen, die zu sozialen, psychischen und körperlichen Problemen führen.

Dem möchten wir mit einem niederschwelligen Angebot etwas entgegensetzen.

Das Angebot und unsere Erfahrungen damit

Seit August 2018 gibt es die Homepage www.jugendtrauer.at. Derzeit finden sich dort Basisinformationen über die Trauer von Jugendlichen, geschrieben hauptsächlich für Jugendliche, aber auch für Eltern.

Neben diesen Basisinformationen kann auch ein Fragebogen zur eigenen Trauer ausgefüllt werden, der als Einstieg für eine E-Mail-Beratung dient. Die E-Mail-Beratung erfolgt so lange, wie es die Trauernden brauchen und ist völlig kostenlos.

Bisher wurde dieses Angebot zwei Mal auf eigene Kosten auf Facebook beworben. Dabei haben wir folgende Erkenntnisse gewonnen:

Das Angebot wird nur registriert und angenommen, wenn dafür Werbung gemacht wird.
Alle, die sich melden, leiden an einer so genannten erschwerten Trauer und benötigen daher eine Begleitung. Nähere Infos über erschwerte Trauer finden Sie hier: http://www.jugendtrauer.at/trauer/erschwertetrauer.html
Das Angebot ist niederschwellig und wird gerade deshalb angenommen. Fast alle sagen, dass sie mit niemanden über ihre Trauer reden wollen – und dennoch schreiben Sie ein E-Mail. Das zeigt das Bedürfnis nach Austausch.
Der Beratungszeitraum sind unterschiedlich lang: von einem Kontakt bis über mehrere Monate hinweg.
Keine E-Mail-Beratung hat bisher zu einem persönlichen Kontakt bzw. zu einer persönlichen Beratung geführt. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Das bedeutet aber, dass eine aufrechte E-Mail-Beratung eine gute Möglichkeit darstellt, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Trauer zu begleiten, auch wenn kein persönlicher Kontakt zustande kommt.

 

Das Projekt

Wir planen eine Offensive von Online-Werbungen über ein halbes Jahr hinweg – vorwiegend in Sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, YouTube …). Ziel ist es, auf dieses Angebot an jenen Orten hinzuweisen, wo sich junge Menschen aufhalten.

Die E-Mail-Beratung soll auch weiterhin kostenlos sein. Um das zu gewährleisten, möchten wir mit dieser Crowdfunding-Campagne das Geld zusammenbringen, um die Werbemaßnahmen zu finanzieren. Bisher haben wir das aus eigener Tasche finanziert.

Der Sinn des Projektes

Zunächst ist festzuhalten, dass mehr als 50 % der Trauernden, die sich bei uns via Fragebogen gemeldet haben, angeben, verstärkt Alkohol oder Drogen zu konsumieren. Das ist nur ein Beispiel, das zeigen soll, welch negative Auswirkungen schlecht verarbeitete Trauer haben kann.

Ebenso sehen die meisten keinen Sinn im Leben mehr und ein paar denken dabei auch an Suizid.

Der Sinn des Projektes kann also mit den Worten Suizid- und Suchtprävention oder auch als Förderung eines gesunden Lebens beschrieben werden.

Daneben verfolgen wir aber auch noch eine andere Intention: Wir hoffen, dass sich durch diese Werbeoffensive viele Jugendliche und junge Erwachsene melden. Daraus soll ein Bedarf ableiten werden, den jugendliche Trauernden haben. Unsere Vision ist es, darauf aufbauend ein neues, bedarfsorientiertes Angebot für trauernden Jugendliche und junge Erwachsenen in Kärnten zu schaffen. Denn hier gibt es für sie nur wenig Möglichkeiten.

 

Die Projektpartner

Karlheinz Six ist seit mehr als 14 Jahren in der Krisenbegleitung und seit mehreren Jahren auch in der Langzeittrauerbegleitung tätig. Er hat sich neben der Krisenbegleitung auch auf die Begleitung von trauernden Jugendlichen und von Trauernden nach Suizid und nach dem Tod von suchtkranken Menschen spezialisiert.

Homepages: www.sixvisions.at und www.jugendtrauer.at

Martina Marko hat sich im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Thematik „Jugend S(s)ucht Drogen“ beschäftigt und ist seit 2013 in der Krisenintervention und seit 2015 in der Trauerbegleitung tätig.

Der Verein socialfunding organisiert für die Projektpartner die Crowdfunding-Campagne. Er selbst lukriert keinen Gewinn aus diesem Projekt.

Homepage: www.socialfunding.at

 

Budget

Zielbudget 660,00 Euro

Finanzierungsschwelle 330,00 Euro

 

Erläuterungen

Die Werbeoffensive soll 6 Monate laufen. Jedes Monat möchten wir gern 100 Euro investieren. D. h. also 600 Euro für ein halbes Jahr.

Wird das Finanzierungsziel nicht erreicht, aber die Finanzierungsschwelle, wird das erzielte Werbebudget durch 6 dividiert, um den monatlichen Betrag zu erhalten, der investiert werden kann.

 

Projektrisiken

Keine

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